Bekannterweise bildet der Mittelstand das Rückgrat jeder Volkswirtschaft. Derzeit ist die Nachfolge in über 50'000 Familienunternehmen in der Schweiz und in über 200'000 Familienunternehmen in Deutschland ungelöst. Nun müssen also in sehr vielen Fällen kurzfristig - teilweise unter Zeitdruck - Lösungen gefunden werden.
Wäre es nicht schön, bereits weit vorher eine erste Nachfolgestrategie auszuarbeiten und einen groben Fahrplan festzulegen und diesen dann immer wieder zu überprüfen? Offensichtlich ist dies nicht so einfach in der Praxis.
Stellen Sie sich folgende Situation vor?
Herr Müller hat ein erfogreiches Unternehmen mit 100 Mitarbeitern aufgebaut. Herr Müller ist ca. 52 Jahre alt, sein Sohn Thomas ist 16-17 Jahre alt. Das Thema Nachfolge wird zwar nicht offen thematisiert, aber implizit ist für Thomas immer wieder spürbar, dass sein Vater unausgesprochen erwartet, dass Thomas in seine Fussstapfen treten soll. In diesem Alter ist Thomas aber in der Pubertät und eher rebellisch. Intuitiv denkt er sich, dass er lieber etwas anderes machen möchte. Aber offen wird dies nie thematisiert.
Wie könnte es weitergehen?
Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Thomas eher unwohl mit der Situation fühlt und dass Thomas schon ein anderes Studium wählt als zur Führung des elterlichen Unternehmens günstig wäre. Es ist auch leicht denkbar, dass dieser Studienentscheid zu erheblichen Diskussionen evtl. zu Streit in der Familie führt. Es könnte also sein, dass sich die Familienmitglieder über einen längeren Zeitraum unwohl fühlen, immer wieder schwierige Situationen entstehen und letztlich zu einem späten Zeitpunkt dann feststeht, dass Thomas tatsächlich nicht das elterliche Unternehmen führen möchte. Möglicherweise noch schlechter wäre die Variante, wenn Thomas sich dann ganz spät doch überreden lässt, so dass er eher unglücklich wird und die scheinbare Pflicht erfüllt und das elterliche Unternehmen tendentiell in Existenzprobleme gerät.
Es gibt aus unserer langjährigen Erfahrung in Familienunternehmen sehr viele eher ungünstige Szenarien bei der Nachfolgeregelung - mit vielfältigen Nachteilen für alle Beteiligten.
Wie könnte diese Situation besser gelöst werden?
Mal angenommen, Herr Müller ahnt, dass es gut wäre, die Nachfolgestrategie bereits rechtzeitig anzudenken, um das Unternehmen, das er aufgebaut hat, langfristig zu sichern, aber Herr Müller weiss nicht genau, wie er am besten vorgehen soll. Denn er hat ein wenig Angst davor, dass wenn er es mit Thomas offen bespricht, eher ein Resultat rauskommen könnte, das kontraproduktiv wäre. Mal weiter angenommen, er ruft uns an, dann würde ich Herrn Müller empfehlen zunächst auf uns zuzukommen und uns seine Situation zu schildern. Dann würden wir wahrscheinlich mit Herrn Müller die gesamte Situation, seine Interessen und Wünsche aber auch seine Sorgen besprechen und evtl. vorschlagen, die ganze Angelegenheit zusammen mit Thomas bereits ein erstes Mal vor dem Studien-Entscheid besprechbar zu machen:
- Was möchte Thomas, wenn er sich was wünschen könnte? Was müsste passieren, damit er es machen würde? Was bräuchte er dazu?
- Was möchte Herr Müller für sein Unternehmen. Was möchte Herr Müller, wenn er sich was wünschen könnte? Was wäre, wenn Thomas es nicht machen möchte, oder wenn er noch Zeit braucht, sich zu entscheiden?
- Wie könnte eine Nachfolge-Strategie aus Sicht von Herrn Müller aussehen, was wäre für das Unternehmen das beste?
- Muss es jetzt entschieden werden und was sind die nächsten Schritte? Zu welchem Zeitpunkt soll wieder über dieses Thema gesprochen werden. Wie sieht eine mögliche Roadmap aus?
- Welcher Studienentscheid wäre der beste aus Sicht von Thomas, wenn er sich den Entscheid noch offen behalten möchte?
Aus unserer eigenen Erfahrung wissen wir, dass es für alle Beteiligten ein grosser Vorteil ist, ja oft ein Stein vom Herzen fällt, wenn es gelingt, diese Themen besprechbar zu machen. Weil diese Überlegungen und Gespräche häufig anspruchsvoll sind, ist es günstig, einen erfahrenden neutralen Gesprächspartner hinzuzuziehen.
Wir würden Sie gerne mit bewährten Methoden dabei unterstützen, ganz getreu unserem Motto: Geht nicht - gibts nicht. Gemeinsam finden wir einen Weg, den alle Beteiligten gut leben können.
Haben Sie Interesse? Dann schreiben Sie uns an info@mugrow.net oder rufen Sie uns an unter +423 392 32 40.