Ich bin nun fast 37 Jahre alt und bin in den letzten 3 Jahren durch einen starken Persönlichkeitsentwicklungsprozess gegangen. Ich möchte Ihnen kurz diesen Entwicklungspfad skizzieren, weil ich glaube, dass es für den ein oder anderen von Ihnen interessant sein könnte und weil ich glaube, dabei viel über Veränderungen und das Gestalten von Veränderungen gelernt zu haben.
Ausgangssituation:
Ich bin verheiratet und habe 2 wunderbare Kinder, ein Haus gebaut und eine gute Stellung in einem gut gehenden internationalen Unternehmen. Ich habe eine Abteilung aufgebaut und gut im Unternehmen verankert, die Abteilung wächst. Und dennoch bin ich nicht glücklich. Warum? Was treibt mich?
Entwicklungsschritte:
Um es kurz zu machen. Ich bin zwar ein strukturierter Mensch, aber in dieser Phase lief vieles ungeordnet und chaotisch ab. Emotional und auch sonst. Und ich habe viel dabei gelernt.
Transition:
Wie im gleichnamigen Buch von William Bridges beschrieben, ist diese Phase sehr unangenehm. Man weiss zwar, dass das Bestehende irgendwann auslaufen wird, aber das Neue ist noch nicht konkret sichtbar. Man befindet sich emotional gesehen in der Neutralen Zone. Insbesondere wenn man Projektleiter ist und gewohnt ist, strukturiert an die Sache heranzugehen, ist man man völlig frustriert. Man kennt das: Ich definiere ein Ziel, leite einen Plan ab und setze den um. Das klappt aber nicht, wenn man das Ziel höchstens vage vor sich sieht. Es ist nicht leicht, diese Leere in der neutralen Zone zwischen den Welten Alt und Neu ein Weile lang auszuhalten. Aber das ist nötig und der Gewinn ist, dass das Neue langsam aber nachhaltig wächst. Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht. Die Empfehlungen, die mir das Buch gab, haben mir sehr geholfen. Insbesondere der Tipp, soviel wie möglich tun, Neues in vielerlei Hinsicht einfach auszuprobieren und dabei sozusagen ein besseres Gespür für das Neue entwickeln.
Begeisterung für das Neue entwickeln
Irgendwie wusste ich ja schon zu diesem Zeitpunkt, dass ich mich eigentlich selbständig machen wollte und eigentlich ein Unternehmer-Typ bin. Aber solange das alles unkonkret war und die Risiken übergross, war ich nicht in der Lage, die diffusen Ängste zu überwinden und es einfach zu tun. In einem Seminar habe ich dann sehr hilfreiche Methoden kennengelernt, um für mich ein klareres Zielbild meiner Zukunft zu entwickeln. Dies half mir sehr. In dieser Phase habe ich gelernt, dass es für eine Veränderung von entscheidender Bedeutung ist, dass sie nicht nur auf Veränderungs-DRUCK basiert, sondern eben auch auf SOG-Wirkung des Neuen und dass es eben einen guten Mix aus Sog und Druck braucht. Das Entwickeln von Zielildern und das Führen mit Zielbildern ist elementar für erfolgreich gelingende Veränderungen.
Die Roadmap entwickeln und Raum lassen für den Zu-Fall
Emotional fiel also der Entscheid, mich selbständig zu machen. Nun konnte ich ja als Projektmanager wieder wie gewohnt vorgehen. Ich konnte also einen Plan entwickeln, allerdings war ich nun schon etwas entspannter und so definierte ich die Roadmap eher mit groben Meilensteinen, aber im Detail liess ich den notwendigen Spielraum. Ich definierte für mich eine Vision der nächsten 12 Monate und legte mich fest, sich bietende Gelegenheiten konsequent zu nutzen. Ich wünschte mir ein Übergangsszenarion und so kam es dann auch. Kaum 2 Monate später war es dann soweit. Der Zu-Fall kam zu mir so griff ich zu. Zufall ist ja das, was einem zu-fällt.
Den Entscheid treffen und umsetzen
Es ist unglaublich, wieviel Energie man freisetzen kann, wenn man sich mal entschieden hat. Denn die Zeit des Zauderns ist dann vorbei. Und ganz ehrlich, die Energie braucht man auch. Denn wenn man ein Unternehmen gründet, dann gibt es 1000 Dinge zu tun, vieles macht man zum ersten Mal, viel klappt nicht gleich, so wie man es sich denkt. Emotional geht es also erst mal in ein Tal. Hier gilt es, nicht zu grübeln, nichts in Frage zu setzen, sondern eins nach dem anderen konsequent umzusetzen. Tun, Ausprobieren, Lernen, besser werden. Dadurch kommt man gar nicht so zum Grübeln. Hinterher kann man auf das Ganze zurückblicken und stolz auf alles sein und sich auch ein wenig wundern über sich selbst.
Und nun?
Also was ich gelernt habe ist, dass man nie irgendwo angekommen ist, sondern eigentlich immer auf dem Weg ist und Veränderung bzw. Persönlichkeitsentwicklung spiralförmig (dreidim., Wendel) verläuft. Derzeit bin nun stimmig in meiner Identität als selbständiger Berater und Unternehmer. Die Vision von MuGrow habe ich schrittweise entwickelt und ich freue mich darauf, die Vision nun Schritt für Schritt ins Leben zu rufen. Ich bin aber auch gespannt, was kommt und ich bin zuversichtlich, die Aufgaben, die sich mir stellen, zu meistern.
Haben Sie Lust mit mir zu arbeiten? Dann rufen Sie mich an unter +423 392 32 40 oder schreiben Sie mir an christian.mugrauer@mugrow.net . Ich freue mich auf den ersten Kontakt mit Ihnen.